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pharmakotherapeutisch relevanter ,zumeist politisch missbrauchter Neologismen*

*(`politisch missbraucht`,weil mit pseudowissenschaftlichen Erklärungen selbsternannter Experten eine inhumane Rationierungs-und Einsparpolitik zu Lasten der Gesundheit eines ganzen Volkes bemäntelt wird.)

Alternativmedizin(mitunter bescheidener als komplementär bezeichnet):

Eine Alternativmedizin zur wissenschaftlich begründeten Therapie nach den Kriterien der evidence based medicine gibt es nicht.Am Bodensee eingeschüttete wirksame Stoffkonzentrationen z.B. können nicht an der Nordsee als Arzneimittel konfektioniert werden,wenn erkenntnis-theoretische,philosphische,naturwissenschaftliche
und statistische Prinzipien i.S. der Rezeptortheorie akzeptiert werden.
Signaturenlehre,`Erfahrungsmedizin`und fromme Wünsche,unbestimmte Ängst vor nicht verstandenen Entwicklungen der Wissenschaft,wie dem Versagen einer wissenschaftlichen Therapie im Einzelfall sind keine Basis für real alternative therapeutische Ansätze.Daran ändern auch die `Kamillentee-Propaganda`von Seehofer bis Schmidt und `Qualitätskurse`für Homöopathie verschiedener Landesärzte-kammern nichts.

Bonus-Malus-Regelungen::

Darunter versteht man den (untauglichen) gesetzlich vorgegebenen und von servilen Standesvertretern betriebenen Versuch auf Grund wissenschaftlich und statistisch nicht begründeter Vorgaben eine individualisierte Pharmakotherapie zu verhindern,wirtschaftlich erpresste Ärzte zu korrumpieren und das besondere Vertrauensvehältnis zwischen Arzt und Patient nachhaltig zu beschädigen.Dabei wird verkannt,das gesamtgesellschftlich gesehen die wirtschaftlichste Therapie stets die ist,die wissenschaftlich am besten begründet ist und der Heilwert einer Therapie als Zeitintegral verschieden potenzierter Faktoren durch Herauslösung von Einzelfaktoren fehlgedeutet.

DDD-Konzept::

Die Anwendung sogenannter definierter täglicher Dosen wurde bereits vor Jahren als wissenschaftlich u n d ökonomisch untauglicher Versuch der WHO zur Standardisierung und Kostenbeurteilung einer Arzneimitteltherapie erkannt.Die Progredienz von Erkrankungen,die individuelle Empfindlichkeit,Komorbidität,Komedikation,ärztlich-therapeutische Erfahrung und sehr viele weitere Faktoren führen neben der Preispolitik der pharmazeutischen Industrie zu völlig unsinnigen,so erzwungenen, Verordnungsentscheidungen des behandelnden Arztes.

s.a. B.Bratzke: Der Unsinn der DDD-Tagestherapiekosten in der Wirtschaftlichkeitsprüfung www.buschtelefon.de 2006

Generikum::

Ein Generikum stellt eine Präparatnachproduktion nach Ablauf des Patentschutzes des Originals unter der irrigen Annahme dar,dass der gleiche Wirkstoff in der gleichen Dosierung im gleichen Biosystem die gleiche biologische Wirkung entfalten müsse.Das gilt auch dann als falsch,wenn sogenannte Bioverfügbarkeitskurven übereinander projeziert werden.Die unterschiedliche Galenik,unterschiedliche Additiva u.w. Faktoren sind nicht nur pharmakokinetisch different bedeutsam.Gesamtgesellschaftlich ökonomisch komplex betrachtet,ist die Favorisierung der Therapie mit Generika nachteilig.

Leitsubstanzen:

Die Bennennung von sogenannten Leitsubstanzen ist ein Versuch aus rein ökonomischen Gründen Unterschiede zwischen Molekülvarianten zu nivellieren und Ärzte am Anteil der Verordnung dieser willkürlich ausgewählten (Leit-)Strukturen in ihrer Pharmakotherapie zu messen(und womöglich zu honorieren!).

me-too-Präparate:

Mit dieser Bezeichnung wird gegenüber der pharmazeutischen Industrie herabsetzend behauptet,dass eine geringe Molekülvariation eines bewährten Arzneimittels nur der Teilhabe am Umsatz halber inauguriert wurde und eigentlich entbehrlich sei.Die Geschichte der Arzneimittelforschung zeigt aber an vielen Beispielen,dass eben dies als heuristisches Prinzip für neue Indikationen wichtig ist,zumal die Struktur-Wirkungsbeziehungen sich auch heute noch nur vorzugsweise in homologen Reihen berechnen lassen.Die bei politisch interessierten und kollaborativen Pseudopharmakologen fehlende Kenntnis der Polaritätshypothese,die selbst nur bei Substitution z.B. einer Methylgruppe pharmakokinetische Unterschiede und ggf. eine Differentialindikation begründet,unterstützt diesen auch philologisch diskussionsfähigen Neologismus.

Polypharmakotherapie (wohl eher zumeist Polypragmasie):

politisch und von Standesorganisationen zu verantwortende Vielfachtherapie, weil die Fortbildung in Klinischer Parmakologie  und die Anwendung deren Erkenntnisse massiv behindert wird (z.B. RLV,AMNOG u.w.)
Hier bedarf es nicht der Profilierung `allgemeinmedizinischer Forscher` mit politisch induzierten Sparintentionen als Hobbypharmakologen, sondern der Nutzung klinisch-pharmakologisch gesicherten Wissens unter den Prämissen der Heilwerttheorie.

Scheininnovationen:

:s. me-too-Präparate: